Mein Bandscheibenvorfall - meine Erfahrungen mit Reha, Schmerzklinik, Universitäts- und Komplementärmedizin.
20. Januar 2009
Gedankenkonzepte
Wenn wir älter werden müssen wir uns mit den Einschränkungen unserer Form anfreunden. Unsere Gedankenkonzepte loslassen, was ist anerkennen. Mit 40 wollte ich unbedingt Mexiko gesehen haben. Ich bin älter als 40 und nicht gestorben, weil ich Mexiko bisher nicht gesehen habe. Meine Form verlangt etwas anderes und ich kann mir viel ersparen, wenn ich nicht daran festhalte. Jeder Tag ist anders, sage ich meinem Kollegen, der das aufgrund seiner Gicht gut versteht.
18. Januar 2009
Mut zur Veränderung
Unsere Yoga Lehrerin impft uns Mut zur Veränderung ein. Eine Position zu halten, die schmerzhaft ist, sei schlecht. Wir sollen ständig versuchen etwas zu verändern, damit wir die richtige Position finden. Man sei sonst nicht in der "Mitte". Es soll sich leicht anfühlen und wir sollen Freude empfinden. Mh, irgendwie lässt sich das auf viele Lebenslagen übertragen.
17. Januar 2009
30 Prozent
30 Prozent der Bevölkerung leiden an chronischen Schmerzen. Ganz schön viel. Angeblich soll Stricken helfen, es habe mit dem Schmerzgedächtnis zu tun. Was genau ist mir entfallen. Und die Zeitschrift will ich hier lieber nicht erwähnen. Vielleicht erwäge ich es im nächsten Winter.
16. Januar 2009
Hamsterrad
Knieschmerzen - natürlich zusätzlich. Möchte gerne mein altes Leben wieder. Tja, das ist jetzt mein Leben. Fühle mich wie im Hamsterrad.
14. Januar 2009
denn sie wissen nicht, was sie sagen ...
Es hat mich ein bisschen Zeit gekostet das zu verdauen. Die Yoga Lehrerin sprach über die Blockaden und Beschwerden im unteren Lendenwirbelbereich. Angeblich soll es die Menschen treffen, die stetig gegen ihre inneren Bedürfnisse leben. Spontan habe ich ihr zwei Wochen von meinem Leben vor der OP gewünscht. Man/frau kann das nur verstehen, wenn man das miterlebt hat. Ich halte ihr zugute, dass sie nicht weiß, wovon sie spricht. Om.
11. Januar 2009
10. Januar 2009
Quote
"ist aber nach 12 Wochen Schmerz das Stadium der Chronifizierung erreicht, und dann wird’s problematisch" aus starker-ruecken.com. Das Geheimrezept dazu ist Bewegung. So habe ich mich heute in meinen Yoga Basis Workshop begeben, um herauszufinden, wie die Übungen wirklich aussehen sollen. Bei nur 10 Teilnehmern - auch Männer - war das ein sehr guter Anfang. Dazu noch ein Buch, das erklärt bei welcher Position welche Muskeln arbeiten, dem ich nicht widerstehen konnte. Morgen gibt es dann wieder substantielle Arbeit: Kraft-Ausdauer-Training mit Schweißgarantie. An drei Tagen drei Mal Training ist eine sehr gute Qutoe.
7. Januar 2009
Zwangspause
Wegen den Feiertagen warte ich seit drei Wochen sehnsüchtig auf meinen Akupunkturtermin. Zwei Wochen hält die Akupunktur gut an, danach geht es abwärts. Wenn es mir wie jetzt schlecht geht, wird auch die Akupunktur schmerzhaft. Aber danach ist es herrlich.
6. Januar 2009
3. Januar 2009
six days a week
"She exercises with Madonna for two hours a day, six days a week" aus guardian.co.uk
2. Januar 2009
Versprechen
Kälte, Feuchtigkeit und ausgefallene Yoga-Kurse setzen mir zu. Ab nächster Woche erhöhe ich mein Trainingspensum von drei auf viermal pro Woche und werde nicht mehr vergessen das ungeliebte "Leibchen" zu tragen. Das verspricht Besserung.
31. Dezember 2008
30. Dezember 2008
Wahlmöglichkeiten 2009
Ob ich den Kurs zur Ohrakupunktur belegen sollte oder doch lieber "gesunder Rücken - kraftvolle Wirbelsäule" ?
28. Dezember 2008
Bodenhaftung
Es muss Weihnachten sein, wenn die Migräne im Kopf mit den Worten "wer nicht hören will, muss fühlen" hämmert. Mit einer täglichen Portion Schmerzen verliert man nicht die Bodenhaftung.
26. Dezember 2008
Logistische Herausforderung
Eine Reise ist eine logistische Herausforderung - das klingt wesentlich besser als das Wort "kompliziert" und mein Gegenüber lächelt. Denn immer wieder kommt als Gesprächsinhalt das Thema Reisen hoch.
25. Dezember 2008
Fortschritte
Heute vor einem Jahr ging es meinem Bein und Rücken wesentlich schlechter. Gut, ich hatte noch kein Nacken-Schulter-Syndrom und der Zahn schwebte noch im Ruhezustand. Beides ist jedoch weniger beängstigend als Rücken/Bein.
23. Dezember 2008
immer weiter
Die DVD Box, die mich in den langen Sofamonaten so gut unterhalten hat, darf verkauft werden. Leben geht weiter.
22. Dezember 2008
Sinneswandel
Der Kollege kommt aus einer dreiwöchigen Kur zurück. Er wisse jetzt, wie wichtig gute Stühle am Arbeitsplatz seien und wolle sich unbedingt dafür einsetzen. Das sei schließlich ein Arbeitsmittel.
20. Dezember 2008
18. Dezember 2008
total verspannt
Der Akupunkteur fragt mich, warum ich so lange nicht da war. Wahrheitsgetreu berichte ich, dass mein Telefon kaputt war und an diesem Tag die Telefongesellschaft kam, die sich immer einen großen Zeitraum einräumt. Er nickt, sagt ich sei total verspannt und er müsse mich heute ein bisschen quälen. Die drei Wochen müsse er heute wieder gut machen. Total verspannt - woher und warum bloß? Frustrierend.
17. Dezember 2008
fraglich
Ich könnte fast täglich ein Schmerzmittel nehmen. So wie mir der Doc vorgeschlagen, hat nachdem ich ein paar Spritzenkuren in die Nacken-Schulter-Muskulatur bekam. Allein mich hindern die nicht vorhersehbaren Nebenwirkungen, die sich daraus unweigerlich ergeben werden. Bittere Pillen. Meine Strategie ist Ablenkung und viel Training. Dass es wieder viele Tage in Folge geben wird, an denen ich ein körperliches Wohlbefinden erlebe, scheint mir an Wintertagen fraglich.
16. Dezember 2008
15. Dezember 2008
kleine Schritte
Gerade bekomme ich die Informationen zu meinem Basis Yoga Kurs. Mein Projekt zur weiteren Verbesserung 2009. Kleine Schritte.
14. Dezember 2008
eingeschränkt
Der Gedanke aus meinen gesamten Erfahrungen einen C-Lizenz Schein zu erwerben ist jäh an den körperlichen Anforderungen gescheitert. Sich mit dem zufrieden geben, was möglich ist, ist einfach schwer.
11. Dezember 2008
unser Gehirn
"Wahrheit! Alles Lüge" auf Arte. Es geht unter anderem um Schmerztherapie und unser Gehirn. Ob das auch irgendwann für die Rückengeplagten einsetzbar ist?
7. Dezember 2008
körperliche Verfassung
Die Kollegin im Fitness berichtet, dass sie ihren Trainerschein geschafft hat und die nächste Weiterbildung in Prävention machen will. Wie es mir denn so gehe, will sie wissen. Mich beschäftigt wie ich meine Schmerzen durch Training möglichst niedrig halten kann bzw. meine körperliche Verfassung weiter verbessern kann. Für viel mehr ist noch immer wenig Platz. Wie soll man das jemanden erklären, dem fast nie etwas weh tut.
6. Dezember 2008
Nikolaus Yoga
Zum Nikolaus habe ich einen Yoga Workshop gebucht. Der Anfang war mit Spielen zum Auflockern und Kennenlernen - oh graus, wen soll das auflockern? Der Yoga-Teil sehr schön und der Partnerdehnungsteil - oh weia. Da kommen massive Fluchtbedürfnisse in mir hoch.
5. Dezember 2008
zweitausendneun
Die wichtigen Meetings mit Übernachtung für 2009 kündigen sich schon an. Wenn nur die Hotelbetten nicht so eine Rückenqual wären.... Mir ist jetzt schon mulmig.
2. Dezember 2008
ungewöhnlich
Im VHS Kurs stehe ich nach der Hälfte der Zeit an der Wand. Dass Kursleiter und Teilnehmer mich neugierig anstarren, kann ich mittlerweile gut wegblenden. Dass allerdings eine Teilnehmerin ihren Platz verlässt, um sich auf "meinen" Stuhl zu setzen, hatte ich bisher noch nicht erlebt. So war ein Wechsel zwischen stehen und sitzen nicht mehr möglich.
30. November 2008
Weihnachten und Geburtstag
Es ist wunderbar, wenn nach schon zwei Tagen Migräne, der Schmerz nachlässt. Der Lebensfreudepegel steigt um ein Vielfaches. Wie es wohl ist, wenn auch die anderen Schmerzen und unangenehmen Empfindungen wegfallen würden? Weihnachten und Geburtstag auf einen Tag.
27. November 2008
26. November 2008
nicht mehr allein
Die Kollegin fragt nach meiner Empfehlung für eine Rückenbuch und Training. Sie müsse am Freitag ins CT. Sie habe nicht gedacht, was das für ungeheure Schmerzen seien. Jetzt gibt es an meinem Arbeitsplatz eine kleine Ecke Verstehen.
25. November 2008
Balance-Training
Wusste gar nicht wozu ich mein Ballkissen noch benutzen kann. Dank brigitte.de und dem Artikel "Balance-Training: Gut für Bauch und Rücken" wieder neue Ideen gewonnen.
24. November 2008
23. November 2008
Kommunikation
Meine untere Lendenwirbelsäule schimpft mit mir. Ich habe ihr im Yoga wieder unglaubliche Bewegungen zugemutet, die sie schon sehr lange nicht mehr ausgeführt hat. Ihr Kommentar ist heftiges Pulsieren, aber KEINE Schmerzen. Yippieh - ich werde weiter üben. Wir zwei haben mittlerweile ein inniges Verhältnis und kommunizieren.
19. November 2008
geringe Chancen
Nach dem Yoga-Nikolaus-Workshop kann man sich noch für ein Essen beim Inder anmelden. Von 15 bis 18 Uhr Yoga und danach noch mal sitzen ohne Pause im Liegen dazwischen. Sieht schlecht aus.
18. November 2008
meinetwegen
Mitten in der Nierenkrebsvorsorge denke ich darüber nach wie schnell sich ein Krebs entwickeln kann. Eigentlich ist dann eine jährliche Vorsorge sowieso überflüssig. Ich frage nach Statistiken, aber es gibt dazu keine. Trotzdem soll ich nach wie vor einmal pro Jahr kommen. Meinetwegen.
17. November 2008
nächstes Mal
Immer wieder gut, wenn ein Schmerz nachlässt. Diesmal der Zahnschmerz - der Zahnarzt hat noch keine Albträume von mir. Warum ich das allerdings immer ohne Betäubung durchstehen muss und es ist anzunehmen, dass es nicht das letzte Mal war, werde ich beim nächsten Mal erfragen. Jetzt genieße ich erst einmal in den nächsten Tagen das Nachlassen des Zahnschmerzes.
16. November 2008
Zahnschmerz
Ein unangenehmer Zahnschmerz macht mir schlechte Laune. Ich versuche den immer wieder einschießenden Nervenschmerz zu ignorieren, da ich mir wenig Chancen ausmale, dass der Zahnarzt mir helfen kann. Schon beim letzten Besuch hat er von einer Besserungszeit bis zu einem Jahr gesprochen. Vielleicht sollte ich den Zahnarzt wechseln...
15. November 2008
gute Vorsätze für 2009
Bereits nach guten Vorsätzen für 2009 wurde ich schon gefragt. Noch mehr Training? Ein schmerzfreies 2009? Irgendwie kann ich persönlich damit nichts anfangen.
13. November 2008
verlockend
Das Quaddeln nimmt mir im Nacken-Schulter-Bereich viele Schmerzen. Wenn das vorbei ist, sollte ich vielleicht mal fragen, ob sie das auch mit meinem Rücken machen kann. Es ist so erleichternd keine Schmerzen zu haben.
12. November 2008
ein Vorteil
Ich kann eindeutig länger und besser am Messestand stehen als die Kollegen. Es gibt auch mal einen Vorteil - jawoll.
10. November 2008
9. November 2008
8. November 2008
Seilzugtraining
Beim Fenster putzen erkenne ich den Sinn meines Trainings am Seilzug. Und wieder hat der Trainer Recht, wenn er behauptet, dass dies das bessere Training im Vergleich zu Geräten sei, da wir im Alltag ähnliche Bewegungen machen. Das er dabei an Fenster putzen gedacht hat, kann ich mir kaum vorstellen.
7. November 2008
wieder da
Wieder da und um ein paar Urlaubserfahrungen reicher. Urlaub ist nicht mehr das, was er einmal war. Zunächst muss so einiges mehr mitgeschleppt werden (Trainingsmatte etc.). Fast hätte ich mir noch eine Matratzenauflage gekauft, die ein Bett weicher machen kann. Mit wo etwas zu reisen erschien mir allerdings lächerlich - leider. Auch ist mir spontan in den Sinn gekommen, dass ich mal etwas gelesen habe über Rückengerechte Hotelbetten. Hätte ich mal genauer lesen sollen. Fazit: zu Hause ist es am einfachsten und besten eingerichtet. Die Strapazen bzw. Schmerzen einer Reise überwiegen zu oft den Nutzen.
1. November 2008
traumatisiert
Leichte Panik ist in der Stimme, als mich die Frau fragt, wie lange ich noch am Seilzug arbeiten muss. Ich verweise auf den nächsten Seilzug. Nein, den könne sie auf gar keinen Fall nehmen, es muss dieser eine sein. Sie sei gerade im Aufbautraining. Irgendetwas klingt da in meinem Ohr und ich frage nach. Sie sei vor drei Monaten operiert worden L3/L4 und es stehen ihr die Tränen in den Augen. Sie habe immer Sport gemacht. Jetzt sei alles vorbei. Keine Gartenarbeit mehr, kein Tragen ganz plötzlich. Ich weiche auf den nächsten Seilzug aus und wünsche ihr alles Gute. Kommt mir alles so bekannt vor. Dieser Totalverlust der scheinbaren Körperkontrolle.
31. Oktober 2008
komplett beschäftigt
Gestern war die Besprechung mit der Ärztin hinsichtlich meiner Nacken-Schulter-Schmerzen. Zunächst soll ich einmal pro Woche zum Quaddeln kommen (Schmerzmittel wird in diesen Bereich gespritzt) sowie zusätzliche Übungen zu meinem Trainingsprogramm (täglich + 3 x die Woche Fitness) machen. Dazu noch Akupunktur, Massage und Yoga - eigentlich bin ich damit komplett beschäftigt. Wo bleibt die Zeit zum Arbeiten gehen?
29. Oktober 2008
28. Oktober 2008
Anteilnahme
Meine Freundin verkündet Anteilnahme mit den Worten "ach, das bekommen wir alle. Wir werden eben älter". Allerdings ist sie älter und hat "es" nicht.
27. Oktober 2008
fehlende Worte
Manchmal fehlen mir einfach die Worte. Das CT hat eine Arthrose im HWS Bereich rechts ergeben, das meine Schmerzen erklärbar macht. Die untersuchende Ärztin gibt Tipps wie Massage und ein spezielles Fitnesstudio. Ich muss tief Luft holen, denn ich gehe seit sehr vielen Jahren ins Fitness und Massage bekomme ich zu jedem Akupunkturtermin. Mir fehlen die Worte.
24. Oktober 2008
Aufzählungen
Die Yoga Lehrerin freut sich über meine Anmeldung zum Basis Kurs. "Gerade mit meiner Rückenproblematik könne sie dann besonders auf mich eingehen". Die restlichen Probleme wie Knie, Migräne und Nacken-Schulter kennt sie noch gar nicht. Vielleicht sollte ich das erst einmal weglassen. Klingt immer so viel, wenn ich das alles aufzähle.
22. Oktober 2008
immer etwas Neues
21. Oktober 2008
Positiv
"Positiv denken" empfiehlt mir jetzt schon mein Zahnarzt. Ist das eine Methode die Verantwortung an den Patienten zurückzugeben, wenn man weiter nichts mehr machen kann? Wissen "die" eigentlich wie schwierig es in in solchen Situationen ist noch positiv zu denken? Immerhin esse ich schon ein dreiviertel Jahr Toastbrot. Falls man das überhaupt essen nennen kann. Die Prognose bei meinem "schwierigen" Zahn ist eine Genesungsdauer von bis zu einem Jahr. Offensichtlich gibt es Therapieresistenz auch bei Zähnen.
20. Oktober 2008
19. Oktober 2008
unweigerlich
Dunkel erinnere ich mich noch an die Zeiten, in denen körperliche Schmerzen kein Thema waren. Welche Resourcen und Energien dann vorhanden sind? Und die Masse an Zeit, die man nicht zu Training und Therapien rennt? So allerdings beschränkt man sich unweigerlich auf das Wesentliche.
18. Oktober 2008
"Hilf´ Dir selbst" Bücher
Ich liebe "Hilf´ Dir selbst"-Bücher. Vielleicht, weil es mir unangenehm ist irgendwohin zu gehen, um mir helfen zu lassen. Vielleicht, weil ich so gerne unabhängig bin. Trotzdem muss ich gestehen, die Akupunktur hatte wieder unglaublichen Erfolg - aber ich lese trotzdem weiter meine "Hilf´ Dir selbst" Bücher.
17. Oktober 2008
volle Ladung
"Volle Ladung" ist der spontane Ausruf meines jungen "Akupunkturnadelziehers" als er die Anzahl der Nadeln in meinen Rücken sieht. Erinnert irgendwie an ein Computerspiel.
15. Oktober 2008
Plackerei
Arzt ist im Urlaub. Hatte mich zu früh auf die erlösende Spritze gefreut. Anderer Termin bei Ersatz nicht vor Wochen zu bekommen. Spontan fällt mir ein, dass der Abverkauf von Schmerzmitteln in den Apotheken statistisch gesehen von den freiverkäuflichen Medikamenten am höchsten ist - wen wundert´s.
14. Oktober 2008
es reicht
Heute ist Kapitulationstag. Nachdem ich keine Lust mehr hatte zur Akupunktur so weit zu fahren, bin ich ab und an zur Osteopahtie gegangen. Ist nett, hilft mir aber einfach nicht so wie die Akupunktur. Sukzessive schleichend wurden meine Rückenschmerzen stärker. Heute habe ich einen neuen Termin vereinbart. Vielleicht muss man das mit Friseur vergleichen. Ab und an muss es einfach sein.
9. Oktober 2008
aushalten
Eine Abendveranstaltung bei der ich abwechselnd stehe und sitze löst bei meiner Begleitung sehr großes Bedauern aus. Auch mein Einwand, dass ich daran gewöhnt sei, kann das Entsetzen bei misstrauischem Blick nicht mildern. Wie sich wohl Leute im Rollstuhl fühlen? mein spontaner Gedanke. Mitleid ist mir unangenehm, muss allerdings wohl ausgehalten werden.
7. Oktober 2008
das grüne Gras
Das Gras ist immer grüner auf der anderen Seite. Während ich Europaweit unterwegs sein darf, habe ich eine ungeheure Lust auf Fernreisen entwickelt und schwups fährt das Umfeld nach Sri Lanka, Ecuador, Kapstadt etc. Rückentechnisch nahezu unerreichbar. Schiff könnte eine Lösung sein.
4. Oktober 2008
Yoga gegen Stress
Interessanter Artikel über Yoga gegen Stress auf brigitte.de Mir sind zwar Joggingschuhe immer noch lieber, aber erste Entspannungseffekte machen sich bereits bemerkbar. Wenn dann mal mein Kurs ausfällt, greife ich sogar zur DVD. Denn weglaufen kann ich leider nicht mehr.
3. Oktober 2008
do it yourself
Die Yogalehrerin verschickt ihren newsletter in beachtlicher vorweihnachtlicher Stimmung. Sie weist auf einen Nikolaus Yoga Workshop hin. Egal, wie das Ding heißt, ich melde mich an. Dort sind nur 10 Personen und in meinem "normalen" Kurs ca. 30. Ich brauche noch dringend Korrekturen, damit ich schnellst- und bestmöglich alleine arbeiten kann. Auch für den Basis Workshop im Januar habe ich mich vormerken lassen.
2. Oktober 2008
gute Tage - schlechte Tage
Ein Tag zu viel Action = zwei schlechte Tage in Folge, manchmal drei. Lässt sich nicht immer ändern, vor allem, wenn die Action spontan und beruflich verlangt wird. Heißt für mich Privatprogramm zurückfahren und abwarten.
29. September 2008
Wichtiges zuerst
Wie mein Wochenende war, fragt der Kollege. "Oh, ich hatte ein wunderbares Training", meine spontane Antwort. Geht anscheinend zur Zeit nichts über ein gutes Körpergefühl.
28. September 2008
Trainingshoch
Heute hatte ich ein wunderbares Training. Sogar 4 Minuten Laufen am Stück habe ich mir gegönnt - Zahnpochen hin oder her. Meine Mitstreiterin hat mir neue Übungen für ihre Schulter gezeigt und dabei heftig geschimpft, dass sie von den Ärzten enttäuscht sei. So viele habe sie aufgesucht und erst ein Physiotherapeut habe ihr helfen können. Wie heftig das Entsetzen wohl ist, wenn es mal wirklich um etwas "Ernsteres" geht?
27. September 2008
no worries
Bei dem Kieferchirurgen stellt sich heraus, dass meine Wunde noch nicht gut verheilt ist, sich ein Geschwulst gebildet hat, das auf den Zahn drückt, aber nicht entzündet ist. Ich bekomme einen neuen Kontrolltermin und ein Prospekt über Implantate. Mh. So wechselt sich der Rücken mit dem Zahn ab und es gibt immer etwas, um sich Sorgen zu machen. Ach ich vergaß, ich soll mir keine Sorgen machen, meinte die nette Ärztin.
24. September 2008
Schmerzreisen
"Es wird so lange dauern, wie es eben dauert. Genieße die Reise, sie ist ebenso wichtig wie das Ziel." Aus "Der Tau am Morgen ist weiser als wir" Meine Schmerzreisen finde ich jetzt nicht so erquicklich.
21. September 2008
Sportmangel
Für mein Bein gehe ich aus Sportermangelung spazieren. Andere führen Ihren Hund aus oder gehen mit ihrem Partner. Ich denke an die Menge Sauerstoff, die jetzt mein Nerv bekommt. Das funktioniert auch in langsamen Tempo, damit der Zahn nicht zu sehr pocht. Am Ende habe ich jede Menge Sauerstoff getankt, Schmetterlinge, Pferde, Gänse und Hunde gesehen und freue mich auch.
20. September 2008
Schmerzbarometer
Wenn ich mürrisch und launisch werde, ist das ein sicheres Zeichen Ibuprofen zu nehmen. Denn ich kann zwar einiges an Schmerzen ignorieren, aber die Laune sinkt rapide. Nach 30 Minuten sind die dunklen Wolken verschwunden und ich bin wieder heiter. Auf Dauer natürlich keine Lösung.
19. September 2008
400mg
Die Wurzelspitzenresektion hat mich ein bisschen mitgenommen. Halbseitig hat mein Gesicht etwas von einem Hamster. Allerdings bin ich bisher noch nicht blau angelaufen. Zu empfehlen ist das Ganze nicht und dazu eine Woche Brei. Man bekommt auch nur Ibuprofen 400mg. Ich bin mindestens 600mg gewöhnt und überhaupt, hat diese Ärztin das je mitgemacht und diese Schmerzen gehabt? Ich wette, sie würde prompt auf 600mg umsteigen. Das Schlimmste ist jedoch, dass ich eine Woche keinen Sport machen darf. Auch meine laute, deutliche Wiederholung "eine ganze Woche?" konnte sie nicht umstimmen. Vielleicht haben mein Rücken und meine Schulter ein Einsehen.
17. September 2008
16. September 2008
Schulter
Mein Nacken-Schulter-Syndrom lässt mich - im Gegensatz zu meinem Rücken - schlecht schlafen. Meine Physio-Bekannte mutmaßt, dass dies mit meinem Zahn zusammen hängen könnte. Wenn ich nicht morgen eine Osteopathie Termin hätte, würde ich mir heute einfach wieder Spritzen geben lassen. Also heute wieder Training und sehen, ob das morgen etwas bringt.
15. September 2008
Sport auf Vorrat
Man könne nicht Sport auf Vorrat machen. Hatte ich in dieser Woche gerade vorgehabt. Irgendwie untergräbt das meine Moral und ich schwänze heute ausnahmsweise - mit ein bisschen schlechtem Gewissen. Morgen wieder.
14. September 2008
vielleicht
Vielleicht gibt es irgendwann einmal T-Shirts mit:
- Rücken/Beinschmerz Survivor
- Nacken / Schulter / Knie und Migräne Finisher
Sind alles auch körperliche und geistige Höchstleistungen.
- Rücken/Beinschmerz Survivor
- Nacken / Schulter / Knie und Migräne Finisher
Sind alles auch körperliche und geistige Höchstleistungen.
13. September 2008
Lebenswille
Ich suche, suche und suche. Probiere vieles aus, um meine Schmerzen loszuwerden. Sie kochen mich weich, öffnen mich. Ja, sogar Yoga. Trotz vielen Tiefs, frage ich mich, wo so viel Lebenswille herkommt. Was auch immer das verursacht - vielen Dank dafür.
11. September 2008
keine Garantie
Am nächsten Donnerstag ist die Wurzelresektion fällig. Der Ärztin versichert mir ausführlich, dass ich genügend Betäubung bekomme. Es sei alles gar nicht soooo schlimm. Ob sie das auch schon mal erlebt hat? Ob ich dauerhafte Krankheiten habe? Zählt da die Bandscheibe dazu? Ich habe sie weggelassen. Hatte ich mir doch geschworen nie wieder OPs ambulant zu machen, in diesem Fall geht es nicht anders. Örtliche Betäubung, Schmerzmittel und eine Handynummer müssen ausreichen. Garantien gibt es natürlich keine. Heute habe ich besonders störende Rückenschmerzen. Ob es da einen Zusammenhang gibt? Meine arme rechte Körperhälfte tut mir schon selbst leid.
10. September 2008
Wurzelspitzenresektion
Mein (ebenfalls) therapieresistenter Zahn wird nun einer Wurzelspitzenresektion unterzogen. Mein Zahnarzt meint, dass ich so schon viel erlitten hätte, dass das im Vergleich viel weniger schlimm sei. Ich bin nur froh, wenn alles vorbei ist und natürlich frage ich mich, ob meine Gesamtnerven durch die Rückengeschichte angegriffen sind.
9. September 2008
7. September 2008
Glück und Schmerz
"Für Schopenhauer war Glück stets ein Negativzustand - die Abwesenheit von Schmerz -, und er schätzte Aristoteles´ Maxime < Nicht nach Lust strebt der Kluge, sondern nach Schmerzlosigkeit>" Aus einem bemerkenswerten Buch "Die Schopenhauer-Kur".
6. September 2008
jede Menge Möglichkeiten
Mein Zahnarzt ist auf Fortbildung. So harre ich aus und versuche mein Tuckern im Zahn möglichst zu ignorieren und mir einzureden, dass es mir seine Fortbildung wahrscheinlich nutzen kann. Die Dringlichkeit meiner Schmerzen, die sich tückischer Weise zum größten Teil auf meine rechte Körperhälfte beziehen, wechseln in ihren Rangfolge ab. Alarmstufe Zahn, dann Schulter, dann Rücken, dann Knie oder Rücken, Schulter, Zahn, Knie etc. . Das ist fast wie Wahrscheinlichkeitsrechnung mit einer beachtlichen Menge an Möglichkeiten.
5. September 2008
Vorurteile
Meine Kollegin mit den zwei OPs hat zur Zeit Rückenschmerzen. Immer wieder nervt sie mich dann mit MBT Schuhen. Mittlerweile bin ich dazu übergangen zu sagen, dass nur, wenn sie welche hat, ich mich damit befassen werde. Einen aufschlußreichen Artikel über MBT Schuhe gibt es in Wikipedia, der alle meine Vorurteile untermauert.
4. September 2008
Dauerregen
Ein zweistündiger Ausflug im Dauerregen bei äußerst frischen Temperaturen beschert mir seit gestern höchst unangenehme Rückenkrämpfe. Da konnte auch die Yoga DVD nicht mehr helfen. Das hätte ich mir ersparen sollen.
1. September 2008
abgehakt
Mein Kollege, der sich tapfer mein Zahndisaster anhört, von meinen Rückenschmerzen weiß, meine Migräne und meine Knieschmerzen kennt, gibt mir den wohlmeinenden Tipp Buddhist zu werden. Als Begründung: "damit es mir im nächsten Leben besser gehe". Bin also schon abgehakt. Kann man Zahnärzte eigentlich auf Schmerzensgeld verklagen? Eigentlich versucht er sein Bestes, schließlich sind es meine Nerven.
30. August 2008
bewusst
Wenn ich darüber nachdenke, wird mir bewusst, dass ich noch vor ein paar Jahren - vor meinem Bandscheibensequester - auf keinen Fall einen Yoga Kurs ertragen hätte. Zu merkwürdig erschien mir dieser Hype. Was das alles mit Sport zu tun haben soll, war mir auch nicht geheuer. Jetzt allerdings bin ich und mein Rücken froh und dankbar, dass mir so etwas zur Verfügung steht.
29. August 2008
empfänglich
Meine Yoga Lehrerin wirbt in ihrem Newsletter u.a. für einen Kurs "Yoga für den Rücken". Sobald irgendwo das Wort "Rücken" auftaucht werde ich empfänglich. Leider ist der Kurs bereits ausgebucht und ich auf Platz zwei der Warteliste. Mein Rücken muss also warten und zum "normalen" Yoga Kurs gehen.
28. August 2008
vor, während und nach
Vor, während und nach dem Urlaub war ich krank. Keine günstigen Zeichen. Wochenenden sind da zumindest unbelasteter. Trotzdem - nicht die Laune verderben lassen. "Ich bin völlig gesund" lautet meine Affirmation.
27. August 2008
alles muss heraus
In der Akupunktur weinte heute eine Frau ganz fürchterlich. Sie tat mir ungeheuer leid. Die Akupunktur bringt so manches nach oben. Im letzten Jahr lag auch ich des öfteren weinend auf meiner Liege, allerdings war ich immer ganz leise. Es war mir sogar peinlich. Meine Konditionierung Niemanden zu belästigen funktioniert prächtig.
23. August 2008
Schmerzen überwinden
Im Lumas heute ein Foto von Tom Jakobi bewundert. Einige junge Shaolin Mönche meditierend im Kopfstand. Etlichen sah man die Schmerzen an, einige sahen sehr entspannt aus. Meine erste Reaktion war Mitleid. Auf den zweiten Blick bekommt Schmerz eine neue Dimension. Als Westeuropäer vermeiden wir Schmerzen, wollen sie schnellstmöglich loswerden. In der buddhistischen Tradition wird geübt Schmerz anzunehmen und zu überwinden.
22. August 2008
20. August 2008
Wolken schauen
So langsam tauche ich aus dem Nebel von Husten und Atemlosigkeit wieder auf und mir wird bewusst - weitere fünf Tage ohne Training. "Loslsassen" war das Thema der Zeitschrift, die ich gerade in Händen hielt. Passt auch hier. Vielleicht sollte ich es mit "Wolken schauen" probieren.
18. August 2008
geplagt
Ein weiterer Infekt fegt über mich hinweg. Mein Immunsystem steckt in einer Krise, meint die Hausärztin übersetzt. Deshalb hier ein Link zur Lazarettküche für alle Geplagten.
15. August 2008
hyperaktiv
Heute konnte ich zwei Trainingseinheiten realisieren. Vormittags das "normale" Training Gewichte und Ausdauer, abends eine Yoga Stunde. Yoga ist für mich kein wirkliches Training - mehr ein Dauerdehnungsprogramm. Allerdings habe ich bemerkt, dass ich damit einiges erreichen kann, das will ich nutzen. Es muss weitergehen.
14. August 2008
überall
Man trifft die Rückengeschädigten überall - auch in seinen Urlaubsbüchern. "Ich hab mir nichts >verknackst<, es ist eine Muskelverspannung, ein Paroxysmus aufgrund seelischer Qualen." Aus: "Dieses Buch wird Ihr Leben retten". Empfehlenswert.
12. August 2008
Tagesverfassung
Migräne seit Sonntag, Finger kurz vor einem Pflaster, Infektion dank Antibiotika auf dem Rückzug, Rücken und Bein dank Stufenlagerung, Übungen und Yoga im Griff.
11. August 2008
Rubrik Pechvogel
Für meinen Urlaub hatte ich mir "glücklich sein und Angstminimierung" vorgenommen. Der Tag vor der Abreise in der Notaufnahme konnte meine Stimmung nur in "ärgerlich" verändern. Hatte ich doch gehofft, dass mir ein Arztbesuch im Ausland erspart blieb. Leider hat mich dann - natürlich an einem Sonntag - ein Infekt erwischt. Komisch, dass ich in der Aufregung alle meine Vokabeln vergaß, nur mein Englisch ist mir geblieben. Wenn ein Schmerz auftaucht, rufen sie alle "hallo, ich bin auch noch da". Einfach Pech.
9. August 2008
das Richtige
Bisher war ich der Mensch mit den meisten Yoga Büchern - ohne Yoga zu machen. Habe von "vielen" gehört / gelesen, dass Yoga die Trainingsart sei, die ihren Rückenschmerzen geholfen habe und so habe ich ein Buch nach dem anderen gekauft, eine Probestunde nach der anderen absolviert. Im Urlaub gibt es einen Yoga Kurs, den mein schlechtes Gewissen befohlen hat zu machen. Ich gehe mit Rückenschmerzen hin und komme ohne wieder heraus. Nach vielen Yoga Versuchen bin ich sehr erstaunt und frage die Trainerin nach der Art des Yoga. Das sei Power Yoga - wohl das Richtige für mich.
4. August 2008
it always can get worse
Ich liege auf meinem Sofa höre dem Pulsieren in meinem Finger, dem Tuckern in meinem Zahn, dem Bizzeln in meiner Schulter und dem sanften Ziehen in meinem Bein zu. Das neue Asiamesser hat mich einen kleinen Teil meiner Fingerkuppe gekostet. So klein, dass der Notarzt enttäuscht war nicht nähen zu können. So groß, dass ich jetzt einen grossen auffälligen Verband trage und in meinem Sommerurlaub nur das Meer anschauen darf. Argh
3. August 2008
Does it work?
Mein Kollege hat mir berichtet, dass er wegen seiner Allergien, vor Jahren einen Heiler aufgesucht habe, der ihm geraten habe sein Unterbewusstsein neu zu programmieren. Morgens und abends versucht er es mit positiven Affirmation. Does it work? fiel mir als erstes dazu ein. Bisher nicht, muss er gestehen, schiebt es allerdings seiner Unfähigkeit zu. Da gehe ich dann doch lieber zur Akupunktur und schenke mir 48 wunderbare Stunden. Das hält zwar auf Dauer nicht an, hat aber gleich einen Effekt.
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